Leverkusener Jägerschaft: Meldungen Juli 2022

Bläsergruppe: Termine 2022
Mai 16, 2022

Leverkusener Jägerschaft: Meldungen Juli 2022

Wir gratulieren

95 Jahre: Alfred Herminghaus
70 Jahre: Prof. Dr. Ulrich Rüther
65 Jahre: Ralf Peter Müller, Michael Poll
50 Jahre: Claus Cramer, Marco Rieck

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft

Knapp 40 Mitglieder konnte der Vorsitzende der Leverkusener Jägerschaft, Ernst Stephan Kelter, am 18. Mai in der Stadthalle Bergisch Neukirchen zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Nach Eröffnung durch die Bläser, Totenehrung und Genehmigung des Protokolls der letztjährigen Sitzung gaben die Hegeringleiter und Obleute ihre Berichte ab.
Für den HR Ost kündigte HL Christian Lützenkirchen an, dass künftig für die inzwischen 170 Mitglieder wieder gemeinsame Aktivitäten, die durch die Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, ins Leben gerufen werden. Für den HR Opladen berichtete HL Adelbert Krull, dass die Krähentage und Fuchsansitze planmäßig durchgeführt wurden, wobei es eine Schonzeitaufhebung für Krähen gegeben habe. Um Unterstützung bei der Behebung des örtlichen Nutria-Problems habe das Naturgut Ophoven gebeten, diese konnte durch Fallenjagd geleistet werden. Für den HR West berichtete HL Doris Bremer, dass es in Rheindorf/Hitdorf massive Schäden durch eine Überpopulation von Wildgänsen gebe und deshalb eine beantragte Schonzeitaufhebung -wie auch für Krähen- bewilligt worden sei. Seinen Mitgliedern bietet der HR West überdies zwei Termine im Schießkino an. Diese finden am 14. August um 15 Uhr und am 17. August um 19 Uhr statt.
Für die Frauengruppe konnte Monika Nuckelt einen erfreulichen Zugang an neuen Mitgliedern vermelden. Die Gruppe trifft sich zu regelmäßigen Stammtischen und führt einmal im Jahr eine Fahrt zur gemeinsamen Jagd durch. Krankheitsbedingt in diesem Jahr nicht wie üblich ins Revier nach Lehnin in Brandenburg, im Saarland wurde jedoch eine Ausweichmöglichkeit gefunden.
Für die Bläsergruppe berichtete ebenfalls Monika Nuckelt in Abwesenheit von Dirk Riedel, dass im vergangenen Jahr coronabedingt nur 7 Veranstaltungen stattfinden konnten, wobei das Highlight der Auftritt vor dem Altenberger Dom anlässlich der dortigen Hubertusmesse war. Erfreulich sei, dass die Anzahl der aktiven Mitglieder stabil auf 14 angewachsen ist und für dieses Jahr bereits 16 Auftritte geplant sind, unter anderem wieder im Rahmen der Hubertusmesse im Altenberger Dom am 6. November. Für die Hundegruppe berichtete Rita Küster, dass mit dem Bürgerbusch ein zentraler Ort für die Ausbildung genutzt werden dürfe und sich 8 Hunde in der Prüfungsvorbereitung befinden. In Vertretung von Dirk Riedel berichtete ebenfalls Rita Küster über den erfolgreichen Start des Kitzrettungsteams. Diesem stehen zwei von der Jägerschaft angeschaffte und eine private Drohne zur Verfügung. Insgesamt 25 Freiwillige haben sich auf ihre Aufgaben als Drohnenpiloten, Beobachter und Läufer vorbereitet. Es wurden vier Teams gebildet, die auf Wunsch der Jagdpächter in Absprache mit den örtlichen Landwirten aktiv werden. Beim Überfliegen der Wiesen vor der Mahd können durch die an den Drohnen befestigten Wärmebildkameras Kitze und Bodenbrüter sicher aufgespürt und vor dem Mähtod bewahrt werden. Für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit bestätigte Dietlinde Reiser-Dünner, dass das Thema Kitzrettung auf großes öffentliches Interesse gestoßen ist. So habe die Einladung der örtlichen Medien zur Teilnahme an einer Probeübung zu einer ausführlichen Berichterstattung in Rundfunk und Presse geführt. Ebenfalls breite Berichterstattung löste der Hinweis der Jägerschaft aus, dass die zum Bau der Gaspipeline angelegte Trasse unbefugt als Weg für Motorradfahrer und Spaziergänger genutzt wird. Im Bereich Atzlenbach war es dadurch zum Riss eines Bockes -vermutlich durch einen freilaufenden Hund- gekommen. Für den Bereich „Rollende Waldschule“ berichtete ebenfalls Dietlinde Reiser-Dünner, dass trotz tatkräftigen Einsatzes mehrerer Helfer der durch lang anhaltenden Feuchtigkeitseindrang stark in Mitleidenschaft gezogene Anhänger nicht mehr gerettet werden kann. Es wird nach einer neuen Mobilitätslösung gesucht, hierfür werden alle Mitglieder und der Jägerschaft verbundene Personen und Unternehmen um Unterstützung in Form von Zuschüssen und Spenden gebeten. Ralph Müller-Schallenberg gab zunächst in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Jagdverbandes eine Einschätzung zur aktuellen Gesetzeslage ab. Auf Bundesebene habe die FDP in der Ampel-Regierung verhindert, dass eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Allerdings habe die Absicht, das Waffenrecht zu verschärfen, Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden. Hier werde angestrebt, die Anzahl der Langwaffen, die Jäger besitzen dürfen, zu begrenzen. Mit Sorge werde auch gesehen, dass auf der Ebene der Länder Novellen der Landesjagdgesetze auf den Weg gebracht werden, die die Belange des Forstes anstelle derjenigen des Wildes in den Mittelpunkt stellen. In seiner Eigenschaft als Kreisjagdberater berichtete Ralph Müller-Schallenberg, dass bei der Unteren Jagdbehörde eine personelle Veränderung ansteht: Frau Wardenbach verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand. Bei den Streckenzahlen war auch im Jagdjahr 2020/21 wieder zu beklagen, dass beim Rehwild ungefähr die Hälfte der 113 erlegten Tiere Fallwild war. Beim Schwarzwild reduzierte sich die Strecke im Jahresvergleich zwar von 94 auf 62, erfreulich sei jedoch, dass im Bürgerbusch zwischenzeitlich mehr jagdliche Aktivität verzeichnet werden konnte und sich die Wildschweinsituation im Stadtgebiet zu beruhigen scheint. Die Zahl der gestreckten Füchse, Feldhasen, Ringeltauben und Krähen ist im Jahresvergleich angestiegen. Bei Kaninchen, Dachsen und Fasanen ging die Strecke zurück. Hervorzuheben ist die Zahl der erlegten Kormorane: hier hat sich die Zahl auf 132 nahezu verdreifacht.
Für den Vorstand gab der Vorsitzende, Ernst Stephan Kelter, seinen Bericht ab. Wie in den vergangenen Jahren findet die Jungjägerausbildung wieder gemeinsam mit der Kölner Jägerschaft statt. Für die im Herbst startenden Kurse liegen bereits über 50 Anmeldungen auf maximal 75 Plätze vor. Kelter hob in Sachen Außenvertretung hervor, dass die Jägerschaft neben dem Jagdbeirat auch im Naturschutzbeirat der Stadt Leverkusen vertreten ist und Stadtpolitik dort aktiv mitgestaltet. Eine Neuordnung habe es bei den Marderbeauftragten der Jägerschaft gegeben: Erste Ansprechpartner sind nun die Hegering-Leiter. Schatzmeister Olaf Küster stellte den Kassenbericht 2021 vor, Schatzmeister und Vorstand wurden im Anschluss einstimmig bei eigener Enthaltung entlastet. Der von Olaf Küster vorgestellte Haushaltsplan 2022 wurde einstimmig angenommen. Die Kassenprüfung erfolgt auch im kommenden Jahr durch Renate Kolk und Adelbert Krull. Für 2023 wird ein neuer Schatzmeister gesucht, da Olaf Küster vor dem Hintergrund der Ü-70-Regel des Landesjagdverbandes nicht erneut kandidieren darf. Die Versammlung endete mit der Ehrung für langjährige Mitgliedschaften und einem stimmungsvollen Abschluss durch die Bläser.

Erweiterte Vorstandssitzung

Die nächste Sitzung des erweiterten Vorstandes findet am 16. August um 19.30 Uhr auf dem Schießstand statt.