Leverkusener Jägerschaft e.V.

Auf den folgenden Seiten stellt sich die Leverkusener Jägerschaft e.V. im Landesjagdverband Nordrhein Westfalen e.V. vor:

- Aktuelles: Aktuelle Meldungen aus der Jägerschaft und allgemein rund um das Thema Jagd in Deutschland und NRW
- Jägerschaft: Informationen rund um die Leverkusener Jägerschaft
- Informationen für Alle: Viele interessante Informationen für Nicht-Jäger und Jäger (Informationen zur Jägerausbildung und zum Jagdscheinerwerb)
- Hegeringe: Aktuelle Meldungen aus den Hegeringen und je eine kurze Vorstellung
- Schießstand: Informationen über den jagdlichen Schießstand in Leverkusen

Gerne können Sie auch direkt zu uns Kontakt aufnehmen. Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Die Leverkusener Jägerschaft

 
Jagd in der Corona-Krise: Was Jäger aktuell wissen müssen.

Dortmund, 25. März 2020 (LJV). Die rasante Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) in den vergangenen Tagen in Deutschland ist besorgniserregend. Bund und Länder appellieren, alles dafür tun, um  einen  unkontrollierten  Anstieg  der  Fallzahlen  zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dafür  ist die Reduzierung von Kontakten entscheidend. Wir Jägerinnen und Jäger in NRW tragen diese Aufgabe uneingeschränkt mit.

Bund und Länder haben sich am Sonntag, den 22. März, auf eine neun Punkte umfassende Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte verständigt.

Der Landesjagdverband NRW hat seinerseits diese Maßgaben mit Blick auf die Auswirkungen für die jagdliche Praxis überprüft. Für uns Jägerinnen und Jäger sind dabei zwei Grundsätze von besonderer Bedeutung:

1. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Ausnahmen davon gelten nur für Angehörigen des eigenen Hausstands, die im gleichen Haushalt leben.

2. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur mit maximal zwei Personen oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

Nach den vorgenannten Regeln dürfen Jägerinnen und Jäger somit allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands die Jagd und damit verbundene Tätigkeiten weiter ausüben.

A. Revierarbeiten?

Alleinarbeit – ja (z. B. Kontrollgänge, Reviergänge, Ausbringen von Salzlecken, Kirren, Freischneiden, Arbeiten an Jagdeinrichtungen unter Beachtung anderer Sicherheitsmaßgaben, insbesondere der VSG [keine Alleinarbeit mit der Motorsäge]).

Gruppenarbeit – nein; erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im

Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.

Wildäcker anlegen, Wildschadensbehebung im Grünland – ja, sofern allein

gearbeitet wird; erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.


B. Jagdausübung?

Einzeljagd – ja.

Jagd in Begleitung – nein; erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.

Gemeinschaftsjagd (i. Sinne von Gesellschaftsjagd nach §17a LJG) – nein Sammelansitz – ja, sofern Sie sich telefonisch oder per Messenger abstimmen, einzeln anfahren, einzeln ansitzen, einzeln Wild bergen, versorgen und abtransportieren (max. mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands), und auf persönliche Treffen nach der Jagd verzichten.

An- und Einschießen von Waffen im Revier – ja, sofern alleine und im Rahmen des gesetzlichen Rahmens. Erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des  Mindestabstandes  von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.


C. Wildunfälle?

Nachsuchen und Bergen von verunfalltem Wild – ja, unter Beachtung der Mindestabstände (1.5 m) zu anderen Personen.

Treffen mit Unfallbeteiligten und/oder Polizei an der Unfallstelle – ja, aber nach polizeilicher Anordnung und unter Beachtung des Sicherheitsabstandes.


D. Hundearbeit/Hundeausbildung?

Hundeausbildung – ja, sofern Hundeführer und Hund alleine sind. Erlaubte Ausnahme: Mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden  Person unter  Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 Metern oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.

Hundeschulen, Hundeführerlehrgänge – nein.

Verbandsprüfungen – zunächst für die Frühjahrsprüfungen bitte die aktuellen Empfehlungen des JGHV beachten: https://www.jghv.de/index.php/240-corona- die-welt-steht-still


E. Wildbretverarbeitung/Wildbretvermarktung?

Aufbrechen/Zerwirken – ja, unter Beachtung der Hygienevorschriften. Anliefern an Metzgereien – ja, aber Mindestabstand (1,5 m) beachten. Direktvermarkten von Wildbret – ja, aber Mindestabstand (1,5 m) beachten.


F. Wild- und Jagdschadenstermine?

Gemeinsamer Termin am Schadensort nach § 37 LJG – ja, aber individuelle und einvernehmliche Vorababsprache nötig, damit Höchstteilnehmerzahl nicht überschritten wird.


G. Gesellige Treffen?

Versammlungen jedweder Art – nein!

Die vorgenannten Regelungen geben den aktuellen Stand wieder und beziehen sich auf das Land Nordrhein-Westfalen. Bitte beachten Sie mögliche weiterreichende örtliche Restriktionen!

Für den Fall, dass das NRW-Landwirtschaftsministerium andere Maßgaben aus den Beschlüssen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder für die Jagd herleitet oder zukünftig andere coronabedingte Restriktionen erlässt, werden wir Sie schnellstmöglich hier informieren.

Bitte halten Sie sich strikt an die Vorgaben von Bund, Land und Ihren örtlichen Gesundheitsbehörden. Im Zweifelsfall wählen Sie bitte immer die sichere Option! Auch und gerade in Zeiten von Corona gilt der alte jagdliche Grundsatz: Sicherheit geht vor!

 
Leverkusen: Praktische Fragen in Zeiten von Corona

In der momentanen Situation, die aufgrund der Corona-Pandemie mit weitreichenden Auflagen und Einschränkungen verbunden ist, fragen sich viele Jäger, wie mit den ganz praktischen Herausforderungen des Jägerlebens umzugehen ist. HRL Adelbert Krull hatte die Gelegenheit, bei Amtsveterinär Dr. Kurt Molitor nachzufragen.

Adelbert Krull (AK): Herr Dr. Molitor, die meisten Beschäftigten der Verwaltung müssen, wie viele andere Arbeitnehmer auch, von zuhause aus arbeiten, die Präsenz am Arbeitsplatz ist nicht mehr gegeben. Wie ist die Erreichbarkeit des Fachbereiches 39 geregelt?
Dr. Kurt Molitor (KM): Während der Servicezeiten (Montag bis Donnerstag 8:30 - 15:30 Uhr, Freitag bis 13:30 Uhr) ist der Fachbereich 39 meistens besetzt. In dringenden Fällen bin ich über die Feuerwehr erreichbar. Es kann auch jederzeit eine Mail an die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gesandt werden.

AK: Was ist mit der Trichinenuntersuchung, falls jetzt Schwarzwild erlegt wird?
KM: Wie immer: melden Sie bitte Proben auf Trichinen und ASP per Mail oder unter Telefon 0214-406-3901 an und hinterlegen die Proben in der Wildsammelstelle oder geben sie diese während der Servicezeiten ab.

AK: Was soll mit Fallwild (Fuchs, Schwarzwild) geschehen? Abliefern beim Fachbereich 39?
KM: Wie bisher: bitte tote Wildschweine mit Begleitschein in die Wildsammelstelle geben und per Telefon 0214-406-3901 melden. Füchse benötigen wir nicht mehr, die bisher untersuchten Tiere hatten alle Staupe. Das Screening auf Tollwut lassen wir in Anbetracht der Pandemie zur Zeit ruhen.

AK: Herr Dr. Molitor, vielen Dank für die Informationen.
KM: Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Alles Gute und beste Grüße an alle Jäger.

 
Jagdscheinverlängerung in Zeiten von Corona

Dortmund, 25. März 2020 (LJV). In der gegenwärtigen Situation haben viele Kreisverwaltungsbehörden ihre Amtsräume für Publikumsverkehr geschlossen. Dennoch besteht die Notwendigkeit, den Jagdschein bis zum 31.3.2020 zu verlängern. Wichtige Hinweise hierzu gibt Rechtsanwalt und Vizepräsident des LJV NRW, Hans-Jürgen Thies MdB:

Die Ausübung der Jagd  ohne dann gültigen Jagdschein über den 31.3. eines Jahres hinaus stellt eine Ordnungswidrigkeit gem. § 39 Abs. 2 Nr. 1 BJG dar. Von der Verfolgung einer entsprechenden Ordnungswidrigkeit kann die untere Jagdbehörde nach dem Opportunitätsprinzip in der gegenwärtigen Ausnahmesituation (Corona-Virus) freilich absehen.

Außerdem ist der Besitz der für die Jagd benötigten Munition an den Besitz eines gültigen Jagdscheines geknüpft (vgl. § 13 Abs. 1 und 2 WaffG). Illegaler Munitionsbesitz kann eine Straftat nach dem WaffG darstellen und kann zur waffen- und jagdrechtliche Unzuverlässigkeit führen!

Dies sind für sich schon zwei triftige Gründe für die rechtzeitige Verlängerung des Jagdscheins vor Beginn des neuen Jagdjahres.

Problematisch wird es aber auch für einen Jagdpächter. Dessen Jagdpachtvertrag erlischt gem. § 13 Satz 2 BJG unwiderruflich und automatisch, wenn der Jagdpächter die Voraussetzungen für die Erteilung eines neuen Jagdscheines nicht fristgerecht, also bis zum 31.03., erfüllt hat. Die Voraussetzungen für die Jagdscheinerteilung sind, einen Antrag auf Jagdscheinerteilung/-verlängerung (kann formlos erfolgen) zu stellen und diesem den schriftlichen Nachweis einer ausreichenden Jagdhaftpflichtversicherung sowie den Beleg über die Einzahlung der Jagdscheingebühr (35,- Euro Einjahresjagdschein, 50,- Euro Zweijahresjagdschein, 65,- Euro Dreijahresjagdschein) beizufügen.

Hat ein Jagdpächter bis zum 31.03. diese Voraussetzungen gegenüber der unteren Jagdbehörde erbracht bzw. nachgewiesen, dann hat er die Voraussetzungen für den neuen Jagdschein fristgemäß erfüllt. Verzögert sich dann die Verlängerung des Jagdscheines aus verwaltungsinternen Gründen bei der unteren Jagdbehörde, dann ist dies unschädlich, der Jagdpachtvertrag erlischt dann nicht.

In der gegenwärtigen Situation rät der LJV insbesondere allen betroffenen Jagdpächtern, deren Jagdscheine am 31.03.2020 ihre Gültigkeit verlieren, nun dringend der zuständige untern Jagdbehörde in einem an diese adressierten Briefumschlag einen

  • formlosen Antrag mit Text nach folgendem Muster: „Hiermit beantrage ich die Verlängerung meines beigefügten Jagdscheines um 3 Jahre, Versicherungsnachweis und Zahlungsnachweis über die geleistete Jagdscheingebühr sind ebenfalls beigefügt. Datum/Unterschrift“ zusammen mit
  • dem Jagdscheindokument
  • dem  Versicherungsnachweis
  • und einem Überweisungsbeleg mit Verwendungszweck: „Gebühr Verlängerung Dreijahresjagdschein für Herrn XY“

zukommen zu lassen.

Fertigen Sie dringend vorher Fotokopien der Dokumente an und werfen Sie unter Zeugen bis zum 31.03. bei der Kreisverwaltung den Umschlag ein. Dies mag sperrig und umständlich erscheinen, dürfte aber wohl unter den gegebenen Umständen der sicherste Weg sein, die Voraussetzungen für die Erteilung eines neuen Jagdscheines fristgerecht, also bis zum 31.03., zu erfüllen.

Hans-Jürgen Thies MdB
Vizepräsident des LJV NRW

 
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Mondphase


Mond am 10.04.2020
Abnehmender Mond
Abnehmender Mond
58 % des Zyklus vorueber
Naechster Neumond:
Donnerstag, 23.04.2020
Naechster Vollmond:
Donnerstag, 07.05.2020
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