Zusammenfassung der Jahreshauptversammlung vom 15.04.2026

Unsere neuen Jungjäger

27. April 2026

Unsere neuen Jungjäger

27. April 2026

Zusammenfassung der Jahreshauptversammlung vom 15.04.2026

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte der Vorsitzende der Leverkusener Jägerschaft, Ernst Stephan Kelter, am 15.04. mehr als 70 Mitglieder in der Stadthalle Bergisch Neukirchen begrüßen. Im Anschluss an die Eröffnung durch die Bläser, Totenehrung und Genehmigung des Protokolls der letztjährigen Sitzung berichtete zunächst der Vorsitzende. Die Zahl der Mitglieder ist weiter leicht auf inzwischen 410 angestiegen. In der gemeinsam mit der Kölner Jägerschaft durchgeführten Jungjägerausbildung waren die Leverkusener im aktuellen Kurs mit 13 Teilnehmern stark vertreten.

Kommunalpolitisch ist die Neuaufstellung des Landschaftsplanes weiterhin aktuell, die Jägerschaft hatte dazu umfangreiche Stellungnahmen abgegeben. Die Überarbeitung des Plans hinkt dem Zeitplan hinterher, mehr als 200 Eingaben aus verschiedenen Bereichen der Bürgerschaft sind bislang noch nicht abgearbeitet. Bundespolitisch wies Kelter auch in diesem Jahr auf das Sicherheitspaket der Bundesregierung hin und sensibilisierte in diesem Zusammenhang für die korrekte Aufbewahrung der Waffen. Die Planungen für die Ertüchtigung des Schießstandes schreiten voran. Der Landesjagdverband hat seine Absicht erklärt, sich finanziell zu beteiligen. Von den anfallenden Kosten hat die Leverkusener Jägerschaft einen Eigenanteil von 20% zu tragen. Im Anschluss an den Bericht des Vorsitzenden gaben die Obleute und Hegeringleiter ihre Berichte ab.

Monika Nuckelt berichtete aus der Frauengruppe, dass sich am regelmäßigen Stammtisch, an gemeinsamen Aktivitäten und einem gemeinsamen Jagdwochenende als jährlichem Höhepunkt inzwischen 14 Frauen beteiligen.

Für die Bläsergruppe berichtete Dirk Riedel, dass diese 14 aktive Bläser umfasst, die im vergangenen Jahr 20 Auftritte absolviert haben. Die Höhepunkte bildeten die beiden Hubertusmessen im Altenberger Dom und in Schlebusch.

Für die Kitzrettung zog ebenfalls Dirk Riedel Bilanz: an 51 Einsatztagen waren 45 Helfer im Einsatz. Die Anzahl der abgeflogenen Wiesen sowie die Größe der Fläche hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Es konnten 25 Kitze sichergestellt werden, 28 Kitze wurden aus den Wiesen gedrückt. Auch Fasanenküken sowie ein Entengelege wurden gefunden. Um noch effizienter zu werden, wurde ein Antrag auf Förderung einer KI-unterstützten Drohne beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gestellt.

Für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit berichtete Dietlinde Reiser-Dünner, dass über die Kitzrettungsaktivitäten der Jägerschaft in sämtlichen regionalen Print- und Online-Medien sowie von Radio Leverkusen ausführlich berichtet wurde.

Für die Rollende Waldschule berichtete ebenfalls Dietlinde Reiser-Dünner, dass die Nachfrage von Kindergärten und Schulen steigend ist. Um mehr Termine wahrnehmen zu können, werden weiterhin Mitstreiter gesucht.

Zu den Social-Media- Aktivitäten berichtete Juliane Stürmer, dass die Jägerschaft inzwischen auf Instagram und Facebook vertreten ist.

Für die Hundegruppe konnte Ralf Dohmen berichten, dass von 5 zur Prüfung angetretenen Hunden 4 bestanden haben.

Für den Hegering Ost berichtete HL Christian Lützenkirchen, dass die vom HR ausgerichtete Hubertusmesse im Beisein des neu gewählten Oberbürgermeisters das Highlight in 2025 war. Ebenso fand ein Besuch der Falknerei in Remscheid regen Zuspruch. Der vierteljährliche Stammtisch hat sich gut etabliert.

Für den Hegering West berichtete HL Doris Bremer von drei gut besuchten Terminen im Schießkino. Die Schonzeitaufhebung für Gänse bietet Jungjägern im HR die Möglichkeit, erste jagdliche Erfahrungen zu sammeln. HL Adelbert Krull berichtete für den HR Opladen über zwei Tauben- und Krähentage sowie den revierübergreifenden Fuchsansitz.

Als Kreisjagdberater führte Ralph Müller-Schallenberg aus, dass mit der Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz ein wichtiger Schritt gemacht worden sei, aber noch viele offene Fragen geklärt werden müssen. Zur letztjährigen Strecke führte er aus, dass mit insgesamt 90 Rehen weniger erlegt worden seien als im Vorjahr, aber auch weniger Fallwild zu beklagen war. Die Strecke des Schwarzwildes blieb mit 27 Stücken in etwa gleich, während sie sich bei Hasen und Kaninchen auf 30 bzw. 5 drastisch reduzierte. Auch beim Fuchs ging die Zahl mit 162 erlegten Tieren spürbar zurück, während die Dachsstrecke mit 68 zum Vorjahr in etwa gleich blieb. Auf 15 erhöht hat sich die Zahl der erlegten Waschbären. Peter Dünner gab seinen Bericht als Schatzmeister ab.

Die Kassenprüfer Adelbert Krull und Christina Huthmacher testierten eine fehlerfreie Buchführung und schlugen die Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes vor. Diese Empfehlung wurde einstimmig bei eigenen Enthaltungen angenommen.

Der von Peter Dünner vorgestellte Haushaltsplan für 2026 wurde einstimmig bei eigener Enthaltung verabschiedet.

Im Anschluss an die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften und besondere Verdienste endete die Versammlung mit einem kurzen Vortrag von Kim Marcel Schwarzschultz zur Kormoranbejagung.