Informationen


Jägerausbildung, das grüne Abitur PDF Drucken E-Mail

Der Jungjäger Lehrgang dient der Vorbereitung auf die Jägerprüfung, die bei der Unteren Jagdbehörde der Stadt Leverkusen abgelegt wird und mit der schriftlichen Prüfung im April eines jeden Jahres beginnt.

Der Prüfungsausschuss setzt sich zusammen aus:

  • einem Vertreter der unteren Jagdbehörde
  • dem Jagdberater
  • Drei von der unteren Jagdbehörde bestellten Jägern

Der Lehrgang wird durchgeführt durch die gemeinsame Jagdschule der Kölner und der Leverkusener Jägerschaft.

Ablauf und Umfang der Jägerprüfung ist in der Landesjagdgesetzdurchführungsverordnung vom 31.03.2010 geregelt.

Die Prüfung ist dreigeteilt in einen schriftlichen und einen mündlich-praktischen Teil sowie die Schießprüfung und umfasst die vier folgenden Sachgebiete:

  • Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie, Wildhege, Naturschutz
  • Jagdbetrieb, Jagdhundewesen, weidgerechte Jagdausübung, Sicherheitsbestimmungen, Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Grundzüge des Land- und Waldbaues, Wildschadenverhütung,
  • Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen (insbesondere sichere Handhabung, Gebrauch und Pflege der Jagd- und Faustfeuerwaffen)
  • Jagdrecht, Grundsätze und wichtige Einzelbestimmungen des Waffenrechts, des Tierschutzrechts, Naturschutz- und Artenschutzrechts und des Landschaftspflegerechts.

Die Ausbildung erfolgt durch erfahrene und sachkundige Jäger nach dem vom Präsidium des Landesjagdverbandes NW beschlossenen Ausbildungskonzepts zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung.

Der Lehrgang beginnt mit einem Info-Abend (aktuelle Termine - siehe Kölner Jagdschule) in der Geschäftsstelle der Kölner Jägerschaft e.V., Leidenhausen 1a, 51147 Köln-Porz. Der Lehrgang selbst beginnt generell Ende August/Anfang September. Siehe Termine auf der Homepage der Kölner Jagdschule.

Anmeldungen sind zu richten an die

Leverkusener Jägerschaft e.V.
Gebhardstr. 2,  51379 Leverkusen
Tel. 02171 - 397541
Fax: 02171 - 506840

 
Das müssen Jäger zum neuen Waffenrecht wissen PDF Drucken E-Mail

Das neue Waffengesetz ist seit 1. April 2003 in Kraft. Die Einführung sowie auch die ersten Wochen und Monate mit und unter dem neuen Gesetz waren von Verwirrung, Unwissenheit und in manchen Bereichen von Undurchführbarkeit für Behörden und Waffenbesitzer geprägt. Nunmehr sind - gerade für Jagdscheininhaber - die Dinge klargestellt, seit der Bundesrat am 11. Juli 2003 die Allgemeine Waffengesetz-Verordnung beschlossen hat.

Nachfolgend die für die Jägerschaft wichtigsten Bestimmungen, die FORUM WAFFENRECHT und DJV zusammengestellt haben:

Erwerb von Waffen und Munition durch Jäger

Inhaber eines gültigen Jahresjagdscheines sind zum Erwerb von "Jagdwaffen" berechtigt. "Jagdwaffen" sind alle Waffen, die nicht nach dem zum Zeitpunkt des Waffenerwerbs gültigen Bundesjagdgesetz verboten sind.
Langwaffenmunition, die nach dem BJG erlaubt ist, darf weiterhin auf den Jahresjagdschein erworben werden. Für Kurzwaffenmunition benötigt der Jäger eine Erwerbsberechtigung, die durch Eintrag in die Waffenbesitzkarte erteilt wird.


Eintragungsfrist

Erworbene (erlaubnispflichtige) Waffen sind innerhalb von zwei Wochen zur Eintragung bei der Behörde zu melden.


Jäger "kontingent"

Von Inhabern von Jahresjagdscheinen muss kein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Langwaffen generell und für den Erwerb der ersten beiden Kurzwaffen nachgewiesen werden. Das Bedürfnis wird durch das Gesetz "impliziert". Dies gilt selbstverständlich nur, soweit die zu erwerbenden Waffen Jagdwaffen (siehe oben) sind. Diese Waffen können gegen Vorlage eines gültigen Jahresjagdscheines erworben werden und sind dann innerhalb von zwei Wochen in die WBK einzutragen. Zum Erwerb von Kurzwaffen ist auch weiterhin ein behördlicher Voreintrag in die WBK erforderlich.


Ausleihen von Jagdwaffen

Jäger können, auch wenn sie keine Waffenbesitzkarte haben, mit ihrem Jagdschein Langwaffen ausleihen. Die Ausleihe von Kurzwaffen ist nur möglich, wenn der Jäger, dem die Waffe geliehen wird, auch WBK-Inhaber ist, jedoch ist nicht gefordert, dass er in seiner WBK auch eine Kurzwaffe eingetragen hat.


Jägerausbildung

Die Altersgrenze für den Erwerb von Schusswaffen wurde auf 18 Jahre erhöht. Inhaber eines Jugendjagdscheines dürfen keine eigenen Waffen (auf Dauer) erwerben. Sie dürfen Jagdwaffen nur für die Dauer der Ausübung der Jagd oder während des Trainings im jagdlichen Schiessen erwerben, besitzen und ohne besondere Erlaubnis führen. Auch im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten (Weg zum und vom nahe gelegenen Revier) dürfen sie die Jagdwaffen in nicht schussbereitem Zustand führen.

Wer in der Ausbildung zum Jäger ist, darf Jagdwaffen nur in der Ausbildung mit schriftlichem Einverständnis des Ausbilders ohne Erlaubnis unter Aufsicht des Ausbilders erhalten. Die schriftliche Berechtigungsbescheinigung muss während der Ausbildung mit sich geführt werden. Für Minderjährige gilt oben gesagtes ab 14 Jahren. Zusätzlich muss der Sorgeberechtigte neben dem Ausbilder schriftlich sein Einverständnis hierzu geben.


Entleihen, Transport und Führen

Leihe

Waffen können auch weiterhin ver- und entliehen werden, allerdings nur an "Berechtigte". Erlaubnisfreie Waffen dürfen also nur an volljährige Personen verliehen werden, erlaubnispflichtige Schusswaffen nur an Jagdschein- oder WBK-Inhaber und verbotene Waffen nur an Inhaber einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung.

Erlaubnispflichtige Schusswaffen dürfen vom Berechtigten an einen WBK-Inhaber zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck "vorübergehend" verliehen werden, Jagdwaffen also an Jäger zur Jagd, Sportwaffen an Sportschützen zum Training oder Wettkampf. "Vorübergehend" ist für diesen Fall des Verleihens gesetzlich auf höchstens einen Monat begrenzt. Nach dieser Zeit muss die Waffe entweder zurückgegeben, erneut eine Leihvereinbarung geschlossen (mit erneuter Übergabe der Waffe) oder in die WBK des Entleihers eingetragen werden.

Weiterhin ist es auch möglich, zum Zweck der sicheren Verwahrung oder der Beförderung Waffen "vorübergehend" zu verleihen. Hier schreibt das Gesetz keine Maximaldauer für "vorübergehend" vor. Es gibt Urteile, in denen eine Dauer von mehr als einem Jahr noch als vorübergehend bezeichnet wurde.

Transport

Der Transport von Waffen ist weiterhin ohne Erlaubnis (Waffenschein) für Berechtigte, also Jagdschein- oder WBK-Inhaber, zulässig. Transport liegt nur vor, wenn die Waffe sowohl nicht zugriffsbereit als auch nicht schussbereit befördert wird und der Transport zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit erfolgt, also z.B. auf dem Weg zum Training oder Wettkampf, zum weiter entfernt liegenden Jagdrevier oder zum Büchsenmacher.

Im Bereich des Transports von erlaubnispflichtigen Schusswaffen hat sich mit dem neuen Waffengesetz jedoch eine wichtige Änderung ergeben: die Ausnahme des "nichtgewerblichen" Transports ohne waffenrechtliche Erlaubnis existiert nicht mehr. Es ist also nun nicht mehr möglich, einem Bekannten oder Familienangehörigen, der keine waffenrechtliche Erlaubnis innehat, eine Schusswaffe mitzugeben, damit dieser sie zur Reparatur beim Büchsenmacher vorbeibringt. Der gewerbliche Transport ist dagegen weiterhin ohne waffenrechtliche Erlaubnis möglich. Post, Speditionen und andere Transportunternehmen sind von dieser Änderung also nicht betroffen.

Was unter den Punkten Leihe und Transport für Waffen gesagt wurde, gilt ebenso für die dazugehörige Munition.


Führen von Waffen

Auch von dem Erfordernis eines Waffenscheines zum Führen von Waffen gibt es einige Ausnahmen: Das Führen ist innerhalb des eigenen befriedeten Besitztums ohne Erlaubnis gestattet. Ebenso bedarf keiner Erlaubnis, wer die Waffe innerhalb einer Wohnung, eines befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte eines anderen mit dessen Zustimmung führt. Letzteres ist allerdings nur möglich zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit.

Signalwaffen dürfen ohne Erlaubnis (ohne Kleinen Waffenschein) beim Bergsteigen, als verantwortlicher Führer eines Wasserfahrzeuges oder bei Not- und Rettungsübungen geführt werden. Für Schreckschuss- und Signalwaffen gilt dies auch zur Abgabe von Startschüssen oder -zeichen bei Sportveranstaltungen.

Jäger dürfen die Jagdwaffen - wie schon lange durch die Unfallverhütungsvorschrift gefordert - nun auch nach dem Waffengesetz auf dem Weg vom und zum nahe gelegenen Revier nicht mehr geladen führen, sondern nur noch in nicht schussbereitem Zustand. Im Rahmen der eigentlichen Jagdausübung - also ab der Reviergrenze - dürfen die Waffen waffenrechtlich geladen sein.


Schießen

Grundsätzlich gilt: Außerhalb von genehmigten Schießstätten - außer im Rahmen berechtigter Jagdausübung - darf nur mit einer Schießerlaubnis geschossen werden. Ohne Schießerlaubnis ist das Schießen innerhalb von befriedetem Besitztum erlaubt, wenn der Inhaber des Hausrechts dem zustimmt, das Geschoss das Besitztum nicht verlassen kann und mit Waffen geschossen wird, deren Geschossenergie nicht über 7,5 Joule ("F im Fünfeck") beträgt oder mit Waffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Definition des "Schießens", zu finden bei den waffenrechtlichen Begriffen in Anlage 1 zum Waffengesetz. Es schießt, "wer mit einer Schusswaffe Geschosse durch einen Lauf verschießt", Kartuschenmunition abschießt oder mit Patronen- oder Kartuschenmunition Reiz- oder Signalstoffe verschießt. Der Gebrauch der Armbrust fällt daher nicht unter die Vorschriften zum Schießen.


Privater Waffenverkauf

Waffen dürfen nur an Berechtigte überlassen werden. Wer eine Waffe einem anderen verkauft, muss sich davon überzeugen, dass der Käufer zum Erwerb der jeweiligen Waffe legitimiert ist. Soll eine erlaubnispflichtige Waffe über eine Anzeige (in Zeitschriften oder auch im Internet) angeboten werden, so müssen je nach Waffe folgende, vom Gesetz geforderte Angaben gemacht werden:

  • erlaubnispflichtige Schusswaffen / Munition: "Abgabe nur an Inhaber einer   Erwerbserlaubnis"
  • nicht erlaubnispflichtige Waffen / Munition: "Abgabe nur an Personen mit vollendetem   18. Lebensjahr"
  • verbotene Waffen: "Abgabe nur an Inhaber einer Ausnahmegenehmigung".

Zusätzlich muss der Anbieter seinen Namen und seine Anschrift angeben. Wer als Privatperson Waffen anbietet, kann der Veröffentlichung seiner Personalien widersprechen. Diese müssen jedoch demjenigen, der die Anzeige veröffentlicht, bekannt sein. Dort müssen die Personalien auch ein Jahr lang aufbewahrt werden, und auf Verlangen der Behörde ist dieser Einsicht in die Unterlagen zu gewähren.


Der Kleine Waffenschein

Der Kleine Waffenschein berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Führen ist das Beisichtragen der Waffe außerhalb befriedeten Besitztums. Auch wer diese Waffe permanent im Handschuhfach seines PKW liegen hat und damit unterwegs ist, führt sie.

Um den Kleinen Waffenschein zu erhalten, muss der Antragsteller volljährig sein, zuverlässig und persönlich geeignet. Diese Punkte werden von der Behörde überprüft. Ein Sachkundenachweis oder ein Bedürfnis sind nicht erforderlich. Auch wird keine Haftpflichtversicherung wie beim "normalen" Waffenschein gefordert.

Der Erwerb und der Besitz von zugelassenen Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen (erkennbar am PTB-Zeichen) ist weiterhin ab 18 Jahren erlaubnisfrei möglich. Die Händler sind nunmehr aufgefordert, Käufer solcher Waffen auf das Erfordernis des Kleinen Waffenscheins hinzuweisen.

Der Kleine Waffenschein wird derzeit noch auf den Formularen des "normalen" Waffenscheins ausgestellt, da noch keine neuen offiziellen Vordrucke vorhanden sind. Er wird jedoch im Gegensatz zum Waffenschein unbefristet erteilt und generell für die Gruppe der Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, nicht auf eine bestimmte, mit Seriennummer bezeichnete Waffe. Die Gebühr für die Erteilung des Kleinen Waffenscheines liegt nach Anweisung des Bundesinnenministeriums bundesweit einheitlich bei 50 Euro.


Wichtige Pflichten

Unverzüglich muss bei der zuständigen Behörde gemeldet werden:

  • wenn man erlaubnispflichtige Waffen oder Munition beim Tod eines Waffenbesitzers selbst in Besitz nimmt
  • wenn man erlaubnispflichtige Waffen oder Munition als Finder in Besitz nimmt
  • wenn erlaubnispflichtige Waffen oder Munition abhanden kommen
  • wenn Erlaubnisurkunden (WBK, Munitionserwerbsschein, Europäischer Feuerwaffenpass o.Ä.) abhanden kommen
  • Innerhalb von zwei Wochen muss bei der zuständigen Behörde gemeldet werden:
    - der Erwerb von erlaubnispflichtigen Schusswaffen zur Eintragung in die   Waffenbesitzkarte
    - das Überlassen von erlaubnispflichtigen Schusswaffen an einen anderen
    - das Unbrauchbarmachen einer verbotenen oder erlaubnispflichtigen Schusswaffe
  • Außerdem sind mittlerweile Waffenhändler verpflichtet, den Verkauf von erlaubnispflichtigen Waffen mit Angabe der Waffennummer und des Verkaufsdatums an die jeweils zuständige Behörde zu melden.


Die Meldung bei Erwerb oder Überlassen

Der Waffenerwerb ist binnen zweier Wochen bei der zuständigen Behörde zu melden, die Personalien des Überlassers sind bei der Meldung anzugeben. Es empfiehlt sich daher, auch wenn eine Waffe unter Bekannten verkauft wird, immer einen schriftlichen Kaufvertrag zu machen, der in Kopie der Behörde vorgelegt werden kann.

Wer eine Waffe verkauft oder auf andere Weise einem anderen Berechtigten überlässt, muss seine Waffenbesitzkarte und gegebenenfalls den Europäischen Feuerwaffenpass ebenfalls innerhalb von zwei Wochen bei der zuständigen Waffenbehörde zur Berichtigung vorlegen. Hier müssen laut Waffengesetz vom Erwerber folgende Angaben gemacht werden:

  • Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort und Wohnanschrift
  • Art und Gültigkeitsdauer der Erwerbs- und Besitzberechtigung (Jagdschein oder WBK).

Wird die Waffe aufgrund einer Waffenbesitzkarte erworben, so sind auch

  • die Nummer der WBK und
  • die ausstellende Behörde anzugeben.


Waffenaufbewahrung

Allgemeines

"Wer Waffen oder Munition besitzt, hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen." Dies ist die allgemeine Regelung zur Aufbewahrung, die das Waffengesetz in § 36 Abs. 1 trifft.

Erlaubnisfreie Waffen

An der Aufbewahrung von erlaubnisfreien Schusswaffen ändert sich erst einmal nichts. Sie sind - wie jetzt auch die sonstigen Waffen (Hieb- und Stoßwaffen) - weiterhin so aufzubewahren, dass sie gegen Abhandenkommen - also die Wegnahme durch Unbefugte - gesichert sind. Unbefugt oder nicht berechtigt für den Umgang mit Waffen, die ab 18 Jahren jeder frei erwerben kann, sind alle Personen, die noch nicht volljährig sind. Somit sind an die Waffenaufbewahrung höhere Anforderungen zu stellen (wohl zumindest ein abgeschlossener Schrank), soweit Kinder im Haus sind.

Erlaubnispflichtige Waffen

Die hier aufgeführten Waffenbehältnisse stellen jeweils die durch das Waffengesetz und die dazugehörige Verordnung aufgestellten Mindestanforderungen dar. Werden Behältnisse einer höheren Sicherheitsstufe verwendet, so ist dies selbstverständlich zulässig.

Jeweils 10 Langwaffen dürfen in einem Schrank der Klasse A nach der Norm VDMA 24992 (Stand Mai 1995) aufbewahrt werden. Die Munition darf in diesem A-Schrank nur verwahrt werden, wenn im Schrank ein verschließbares Fach vorhanden ist. Anderenfalls ist die Munition in einem Stahlblechbehältnis ohne Klassifizierung mit Schwenkriegelschloss oder einer gleichwertigen Verschlussvorrichtung oder in einem gleichwertigen Behältnis aufzubewahren. Jeweils bis zu 10 Kurzwaffen dürfen in einem Schrank der Stufe B (VDMA 24992) verwahrt werden, wenn dieser mindestens ein Gewicht von 200 kg hat oder in entsprechender Weise verankert ist. Liegen Gewicht oder Verankerung unter 200 kg, dürfen in dem B-Schrank maximal 5 Kurzwaffen verwahrt werden. Langwaffen dürfen in einem B-Schrank ohne zahlenmäßige Begrenzung aufbewahrt werden. Verbotene Schusswaffen sind mindestens in einem Behältnis der Stufe B aufzubewahren, hier gilt eine Grenze von zehn Stuck pro Behältnis, wiederum mit der Vorgabe, dass das Behältnis mindestens 200 kg wiegen muss.

Grundsätzlich gilt, dass ein B-Schrank einem Schrank der Klasse 0 nach der Norm DIN/EN 1143-1 gleichgestellt ist. Der einzige Unterschied ist, dass in einem B-Schrank die Munition getrennt von den Waffen aufzubewahren ist. Für diese Trennung genügt nach der Allgemeinen Verordnung zum Waffengesetz, wenn die Munition in einem abschließbaren Innenfach des Schrankes aufbewahrt wird.
Besondere Regelungen gelten für A-Schränke mit B-Innenfächern. Hier ist es erlaubt, im Innenfach bis zu fünf Kurzwaffen und Munition aufzubewahren. Mit dieser Vorschrift wurde auf Drängen des Forum Waffenrecht vor allem den Interessen von Sportschützen und Jägern entsprochen, die größtenteils solche Schränke bereits besitzen und diese nun weiterhin nutzen können.

Mehrere Waffenbesitzer unter einem Dach

Wie auch schon unter dem alten Waffengesetz gilt nach wie vor bei der Waffenaufbewahrung der Grundsatz, dass jeder nur zu den Waffen Zugriff haben darf, für die er berechtigt ist, also die in seiner WBK eingetragen sind. Nun bringt die Allgemeine Verordnung zum Waffengesetz hier eine Erleichterung für Personen, die Waffen besitzen und in häuslicher Gemeinschaft leben. Diese dürfen ihre Waffen in einem oder mehreren gemeinsamen Behältnissen aufbewahren, auch wenn sie keine gemeinsame Waffenbesitzkarte haben.

Auf Reisen

Für die Waffenaufbewahrung auf Reisen, die zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck unternommen werden, also Jagdreisen und Reisen zu Wettkämpfen oder Reisen mit Waffen zu Sammlertreffen, gelten erleichterte Bedingungen für die Waffenaufbewahrung. Die Verordnung formuliert hier, dass die Waffen, soweit die "normalen" gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt werden können, unter "angemessener Aufsicht" zu verwahren oder durch sonstige erforderliche Vorkehrungen gegen Abhandenkommen oder unbefugte Ansichnahme zu sichern sind. Was hierunter im Einzelfall zu verstehen ist, wird sich wohl erst im Laufe der Zeit klären.

Der Zweitschlüssel

Zu den Waffen darf nur derjenige Zugriff haben, der für die Waffen berechtigt ist. Folglich darf der Zweitschlüssel nur an Berechtigte übergeben werden.

Quelle: LJV-NRW

 
Jagdschein PDF Drucken E-Mail

Die untere Jagdbehörde erteilt Jagdscheine und stellt die Jagdpachtfähigkeit fest.
Die Termine der Jägerprüfung werden im Veranstaltungskalender der Stadt Leverkusen veröffentlicht und hier.

Gebühren:

  • Jahres/Zweijahres-/Dreijahresjagdschein 80 € / 140 € / 200 €
  • Zulassung zur Jägerprüfung 20 €
  • Jägerprüfungsgebühr 150 €


Kontakt Jagd:
Renate Wardenbach
Stadt Leverkusen - Fachbereich Umwelt
Raum 205
Quettinger Str. 220 (Ecke Feldstr.)
51381 Leverkusen
Tel. 0214-406 3241,
Fax 0214-406 3202
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 8:30 - 12:30 Uhr

 
Hunde im Wald PDF Drucken E-Mail

Leverkusener Jägerschaft wirbt um Verständnis bei Hundehaltern

Leverkusen ist nicht nur Industrie­stadt. Leverkusen ist auch das Tor zum Bergischen Land mit viel Grün, das nicht nur Leverkusener Bürger, sondern auch auswärtige Besucher zu schätzen wissen. Damit die Natur nicht ,,auf der Strecke“ bleibt, hat die Kreisjägerschaft ein Flugblatt für alle Leverkusener Hundehalter gestalten lassen. Darin gibt es Hinweise, was erlaubt ist und warum der Gesetzgeber Hunde im Sinne des Wortes »an die Leine nimmt«.

Das Flugblatt wurde vom Hegeringleiter des Hegering Leichlingen, dem Grafiker Bernd Hüser, bereits im vergangenen Jahr für den Hegering Leichlingen konzipiert und an die Leichlinger Hundehalter verschickt. Die KJS Leverkusen konnte den Entwurf mit wenigen Änderungen übernehmen.

Das Faltblatt wurde in einer Auflage von 8 500 Stück gedruckt und von der Stadt Leverkusen zusammen mit den Hundesteuerbescheiden verschickt. Die Kosten für Gestaltung, Druck und Porto übernahm die KJS. Die Leverkusener Jäger bedanken sich ausdrücklich für die gute Zusammen­arbeit mit dem Ordnungsamt und der Kämmerei der Stadt.


Der Hund in Wald und Landschaft

Im Stadtgebiet Leverkusen werden ca. 5.500 Hunde gehalten. Die Bedürfnisse dieser Tiere, ihrer Halter und ihrer Umgebung passen nicht immer problemlos zueinander. Um möglichst allen Beteiligten gerecht zu werden, gibt es einige Regeln und Gesetze, die der Hundehalter beachten muss. Beeinträchtigungen und Schäden sollen so möglichst verhindert werden.

Die gesetzlichen Regeln finden sich u. a. im

  • Bundesjagdgesetz
  • Landesforstgesetz Nordrhein‑Westfalen
  • Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)
  • Landschaftsgesetz (LG)

Neben anderen Problemfeldern, die mit der Hunde­haltung verbunden sind wie Verschmutzungen, Lärm und Gefahren durch aggressive Hunde, ist der Hund in der Natur nicht überall gerne gesehen.

Außerhalb von geschlossenen Ortschaften und befriedeten Grundstücken ist Jagdgebiet. Das heißt, dass hier der Jäger laut Gesetz gewisse Hege‑ und Sorge­pflichten zu beachten hat. Dabei ist er auf die Unter­stützung aller Mitbürger, vor allem auch der Hunde­halter, angewiesen.

Der Hund sollte daher im Jagdgebiet außerhalb von Wegen an der Leine geführt werden. Auf den Wegen darf er frei „bei Fuß" im Einwirkungsbereich seines Herrn oder seiner Herrin laufen.

Das erleichtert dem Wild und den sonstigen Tierarten in Wald und Feld das Überleben!
Im § 19 a des Bundesjagdgesetzes heißt es: „Beun­ruhigung von Wild: Verboten ist, Wild, insbesondere soweit es in seinem Bestand gefährdet oder bedroht ist, unbefugt an seinen Zufluchts‑, Nist‑, Brut‑ oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnli­chen Handlungen zu stören."

Das Landesforstgesetz sagt in § 2 Abs.3: „Betreten des Waldes: Wer den Wald betritt, hat sich so zu verhalten, dass die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaf­tung des Waldes nicht gestört, der Wald nicht gefähr­det, beschädigt oder verunreinigt wird, sowie andere schützenswerte Interessen des Waldbesitzer und die Erholung anderer nicht unzumutbar beeinträchtigt werden. Im Wald dürfen Hunde außerhalb von We­gen nur angeleint mitgeführt werden."

Der § 70 des gleichen Gesetzes nennt Ordnungs­widrigkeiten und deren Ahndung: „Ordnungswidrig handelt, wer entgegen § 2 Abs. 3 Satz 2 im Wald außerhalb von Wegen Hunde nicht angeleint mitführt. „Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße bis zu Euro 2.500,‑ geahndet werden!"

In diesem Zusammenhang ist auch der § 834 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) interessant. Dort heißt es: „Haftung des Tieraufsehers: Wer für denjeni­gen, welcher ein Tier hält, die Führung der Aufsicht über das Tier übernimmt, ist für den Schaden verant­wortlich!“

Als letzte Konsequenz ist der Jagdausübungsberech­tigte nach § 23 des Bundesjagdgesetzes sogar berechtigt, wildernde Hunde und Katzen zu schießen.
Dabei werden Hunde als wildernd bezeichnet, wenn sie im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Herrn angetroffen werden!

Auch das Landschaftsgesetz enthält in § 61 Abs 1 Nr. 1 eine Regelung: „Es ist verboten, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünfti­gen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten." Zuwiderhandeln wird nach § 70 Abs. 2 LG mit Geld­buße zwischen 50 € und 5000 € bestraft.

Also: Jeder Hund, der nicht auf's (erste) Wort ge­horcht, gehört in Wald und Flur an die Leine. Das Stöbern außerhalb von Wegen ist ausnahmslos verbo­ten. Zum Spielen und Toben ist ein eingezäunter Bereich oder geeignete Wiesenflächen zu wählen.

Auskunft erteilt:
Fachbereich Umwelt Untere Landschaftsbehörde Miselohestr. 4, 51379 Leverkusen
Tel. 0214/4 06 ‑ 32 40/32 43/32 47, e‑mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Internet: www.leverkusen.de

 

 

 
Infos zum Fuchsbandwurm PDF Drucken E-Mail

Infektionsgefahr für Mensch und Haustier

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs befällt. Neben Kleinnagern, die immer in die Infektionskette einbezogen sind, können auch Katzen, in selteneren Fällen Hund und Mensch betroffen sein.

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) bezeichnet den Fuchsbandwurm als den gefährlichsten vom Tier auf den Menschen übertragbaren Parasiten Mitteleuropas
Der geschlechtsreife, nur wenige Millimeter lange Bandwurm lebt im Dünndarm seines Endwirtes. Wie alle Bandwürmer braucht er einen Zwischenwirt, in dem sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht.

Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab. Der hier heimische Rotfuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus. Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten Zwischenwirten. In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne. Die Kleinnager wiederum werden vom Fuchs als Hauptbeutetiere gefressen. So gelangt die Bandwurmfinne in den Endwirt, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.

Auch Hunde und Katzen können infizierte Mäuse fressen. Sie werden dann genau wie der Fuchs zu Endwirten, in deren Dünndarm der Fuchsbandwurm parasitiert. Krankheitserscheinungen, wie Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung oder stumpfes Fell treten jedoch nur bei starkem Wurmbefall auf. Die Fuchsbandwurminfektion bei Hund und Katze gewinnt dadurch an Bedeutung, dass die Tiere zu Ausscheidern von Bandwurmeiern werden und ihr Kot - ebenso wie der des Fuchses - Ansteckungsquelle für den Menschen sein kann.

Der Mensch muss Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms ist er ein Fehlzwischenwirt, weil er die Infektion nicht an einen Endwirt weitergeben kann. In seinen Organen findet aber - wie bei echten Zwischenwirten - eine Finnenentwicklung statt. Vornehmlich Leber und Lunge werden befallen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Schläuchen, das diese Organe weitgehend zerstört. Für den Zwischenwirt Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich. Eine Heilung ist kaum möglich.


Verbreitung

Die Verbreitungsgebiete erstrecken sich vor allem auf die gemäßigten bis kalt-gemäßigten Klimazonen Mitteleuropas. Er kommt in den meisten Gebieten endemisch vor, breitet sich jedoch zusehends auf ganz Mitteleuropa aus, da immer mehr Rotfüchse in die Städte abwandern und sich der Fuchsbandwurm dort vor allem unter der Nagetierpopulation ausbreiten kann. Die Befallsdichte schwankt rapide, in manchen Regionen sind bis zu 70 % der Füchse befallen (Südwestdeutschland), in anderen nur bis zu 5 %.


Vorbeugung

Die Vermeidung bzw. Reduzierung von Infektionsrisiken ist daher besonders wichtig. Früchten und Beeren aus Bodennähe (weniger als 60 bis 80 cm über dem Boden) oder Pilzen können möglicherweise Bandwurmeier anhaften. Es wird vermutet, dass sie eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen sein könnten, der konkrete Nachweis steht allerdings noch aus und ist wegen der langen Inkubationszeit auch schwierig. Es wird empfohlen, sie niemals ungewaschen zu essen. Tiefgefrieren der Früchte reicht nicht aus, die Früchte sollten, wenn die Möglichkeit besteht, gekocht werden.

Beim Umgang mit mäusefangenden Haustieren, wie Hunden oder Katzen, ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Nach der Berührung des Fells mit den Händen zum Beispiel durch Streicheln sollten diese nicht ungewaschen zum Mund geführt werden, insbesondere wenn das Fell in der Afterregion berührt wurde. Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchs-Populationen gehalten werden, sollten regelmäßig entwurmt werden. Auch vom Kot eines vom Fuchsbandwurm befallenen Tieres geht eine Gefahr aus. Der trockene Tierkot könnte unbemerkt eingeatmet werden und damit auch die in ihm befindlichen Bandwurmeier.

 

 
Seite 1 von 2
© Leverkusener Jägerschaft e.V.