Leverkusener Jägerschaft e.V.

Auf den folgenden Seiten stellt sich die Leverkusener Jägerschaft e.V. im Landesjagdverband Nordrhein Westfalen e.V. vor:

- Aktuelles: Aktuelle Meldungen aus der Jägerschaft und allgemein rund um das Thema Jagd in Deutschland und NRW
- Jägerschaft: Informationen rund um die Leverkusener Jägerschaft
- Informationen für Alle: Viele interessante Informationen für Nicht-Jäger und Jäger (Informationen zur Jägerausbildung und zum Jagdscheinerwerb)
- Hegeringe: Aktuelle Meldungen aus den Hegeringen und je eine kurze Vorstellung
- Schießstand: Informationen über den jagdlichen Schießstand in Leverkusen

Gerne können Sie auch direkt zu uns Kontakt aufnehmen. Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Die Leverkusener Jägerschaft

 
Geflügelpest: Was Jäger wissen müssen

DJV Pressemeldung vom 24.11.16

In vielen Teilen Deutschlands ist das Geflügelpest-Virus H5N8 bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. Zur Verhinderung der Einschleppung des Virus in Geflügelbestände sollten im Anschluss von Wasserfederwildjagden grundsätzlich keine Geflügelbetriebe aufgesucht werden bzw. die entsprechenden Hygienevorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Jäger unterstützen in Seuchenfällen bundesweit die Veterinärbehörden. Im DJV-Interview gibt das Friedrich-Loeffler-Institut wichtige Hinweise, wie Monitoring oder Probenahme korrekt durchzuführen sind.

 

DJV: Was sollten Jäger tun, wenn sie verendetes Wasserwild auffinden?

FLI: Menschen sollten tot aufgefundene Vögel nicht anfassen. Sie sollten den Fund der örtlichen Veterinärbehörde melden. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte), ob sie die Jägerschaft dazu aufrufen, sie beim Sammeln toter Wildvögel zu unterstützen.

Wenn Wild eingesammelt werden soll, was ist zu beachten?

Im Ernstfall gibt die zuständige Veterinärbehörde klare Regeln vor, an die sich Jäger halten sollten. Grundsätzlich gilt: Kadaver sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, etwa mit Einmalhandschuhen aus Nitril. Der Vogelkörper sollte in einen Müllbeutel überführt und dieser anschließend verschlossen werden. Ein Tyvek-Einmalschutzanzug dient bei Sammelaktionen dazu, vor einer Kontamination der Kleidung zu schützen und das Risiko einer Verschleppung des Erregers zu mindern.

Wie sollte zum Einsammeln genutzte Kleidung gesäubert werden?

Kontaminierte Kleidung sollte bei mindestens 60°C gewaschen und Gerätschaften sowie gebrauchte Schutzanzüge sollten z.B. mit Peressigsäure oder einem anderen geeigneten Desinfektionsmittel (http://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=1800) mit ausreichender Einwirkzeit behandelt werden. Einmal-Atemschutzmasken sind nach Gebrauch in einem Müllbeutel zu entsorgen. Das beim Bergen der Vögel getragene Schuhwerk ist zu reinigen und zu desinfizieren, bevor der Ort verlassen wird, an dem die Kadaver gesammelt wurden, um eine Verschleppung des Erregers zu vermeiden.

Besteht für Jäger, die Geflügel halten, ein besonderes Risiko?

Ja, in diesem Fall besteht ein großes Einschleppungsrisiko. Daher sollten insbesondere Geflügel haltende Jäger den Kontakt zu toten Vögeln meiden und sie nicht verbringen. Vor Betreten von Geflügelhaltungen müssen unbedingt die Biosicherheitsvorkehrungen beachtet werden, insbesondere das Anlegen von bestandseigener Schutzkleidung und ein Schuhwechsel. Die aktuellen Hinweise der DVG für Tierhalter sollten hierbei beachtet werden: http://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=2119

Wie können Jäger die örtlichen Behörden beim Monitoring unterstützen?

Jäger können die Behörden unterstützen, indem sie dem Veterinäramt Totfunde von Vögeln melden. Soweit die zuständige Veterinärbehörde es anordnet, kann die Entnahme von Tupferproben aus Rachen und Kloake (kombinierter Tupfer) von geschossenen Wasservögeln das aktive Monitoring (Untersuchung von gesunden oder gesund erlegten Vögeln) unterstützen. Die Proben sollten flüssigkeitsdicht und gekennzeichnet (Name des Einsenders, Datum und Fundort) an das Veterinäramt geschickt werden.

 

Weitere Informationen:

Aktuelle Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes (Stand: 18. November 2016): http://bit.ly/2fR83Ph

 

Zum Faktenblatt des MKULNV NRW >>

 

 
Hubertusmesse 2016

Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger, 07.11.2016 >>

 
Meldungen Dezember 2016

Erste Hilfe beim Jagdhund: Björn Graumann sprach über Wünsche und Möglichkeiten

Bei seinem Vortrag vor etwa 40 Teilnehmern der LJS stellte Tierarzt Björn Graumann die klassische Erste Hilfe beim Jagdhund auf den Prüfstand. Wichtig sei vor allem: Ruhe bewahren, handeln, in dem so schnell wie möglich der Tierarzt informiert und der Hund sofort in die Praxis gebracht wird. Natürlich müssen größere Wunden abgedeckt werden. Auf die Sterilität des Verbandmaterials komme es nicht an. Die Keimzahl ist im Revier so groß, dass auch ein abgelaufenes Verbandpäckchen für die erste Wundversorgung ausreicht. Soll eine Wunde gereinigt werden, hilft Wasser und Jodlösung. Salbe ist tabu, so Graumann. Viel entscheidender sei aber, dass sich der Hundeführer rechtzeitig, also bereits im Vorfeld, kundig macht wo der nächste Tierarzt wohnt und ob er während der Jagd erreichbar sei. Muss ein Hund aus dem Revier gebracht werden, gelten hierbei andere Regeln als beim Menschen. Ein Vierbeiner mit 20 kg Gewicht kann bequem über den Schultern getragen werden. Ist er größer, lässt sich aus Stangen und einer Decke eine Trage bauen. Ein solcher Transport muss aber im Vorfeld mit dem Vierbeiner trainiert werden.

Die klassische Wiederbelebung bei Atemstillstand werde immer wieder als rettende Methode beschrieben, wirke aber in der Regel nicht, so Graumann. Eine kurzfristige, zunächst erfolgreiche Wiederbelebung stellt den Hundeführer dann vor das nächste Problem, nämlich den Hund ohne "Krankenwagen" aus dem Wald zum Tierarzt zu bringen. „Bisher habe ich noch keinen Hund unter Praxisbedingungen wiederbeleben können, der mit einem Atemstillstand eingeliefert worden ist“, sagte Tierarzt Graumann. Die Folgen der Sauerstoffunterversorgung waren in der Regel zu schwerwiegend. Bei einem Hitzschlag sei eine wirksame Behandlung jedoch von jedem Laien durchführbar. Hier hilft Schatten und viel Wasser, um dem Hund die nötige Kühlung zu verschaffen. Diese Erste Hilfe ist im Sommer oft auf der Straße nötig. Denn leider werden in jedem Jahr viele Hunde bei großer Hitze im Auto gelassen. Kollabiert ein Vierbeiner, reden sich die Halter oft damit heraus, dass sie das Tier doch nur „ganz kurz" im Fahrzeug gelassen hätten.

 

Wir gratulieren

80 Jahre
15.12. Margitta Sayn

75 Jahre
22.12. Johannes Stamm, Peter Schwind, 24.12.; Ferdinand Müller

70 Jahre
24.12. Friedrich Schmickler

60 Jahre
21.12. Jutta Trampnau

 
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Mond am 05.12.2016
Zunehmende Sichel
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